Blog / January 2012

25. Dezember 2011

Freunde -

hier ist der zweite von drei Teilen mit Auszügen aus einem Interview, das wir mit Lama Ole und Caty diesen Sommer zum Thema moreEC gemacht haben. Das vollständige Interview findet ihr unter “moreEC Reports” – http://more.ec/events/report/.

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Frage: Wir haben gesehen, wie der Kauf des Europazentrums ein neuer Schritt für die internationale Sangha war, bei dem alle für ein Projekt zusammengekommen sind. Wie stellst du dir vor, wird sich der Segen zeigen, nachdem wir gemeinsam diesen Schritt der Entwicklung für das EC geschafft haben?

Ole: Viele werden einen Nutzen haben. Unser Ziel ist nicht, Institutionen schaffen. Es geht darum, dass es für Menschen nützlich ist, die Belehrungen Buddhas zu treffen, insbesondere den Diamantweg, und wirklich in dieser Art und Weise nützlich zu sein. Viel mehr Menschen werden Nutzen daraus ziehen. Das ist das einzige Ziel.

Caty: Viel mehr Menschen werden an ihre Kraft glauben. Es war so beeindruckend zu sehen, wie Leute eine Idee davon bekamen, was sie erreichen können, wenn sie zusammen arbeiten. Diesmal wird es auf einer noch höheren Ebene stattfinden. Es ist sehr einzigartig mit Ole. Er bezeichnet es nicht als eine einmalige Sache, sondern er sagt: „Ihr könnt das noch mal schaffen!“ Was wir (mit dem Kauf des EC) erreicht haben, war keine Ausnahme. Die Diamantweg-Sangha kann das wieder und wieder schaffen. Es ist ein gute Übung, diese weltweite Einheit und Stärke zu spüren. Letztendlich ist natürlich alles Illusion; letztendlich ist das, wovon wir träumen auch das, was wir erschaffen. Es ist einfach großartig, dass diese Erfahrung so schnell auf die erste folgt, und das ist dank Oles Worten möglich. Ohne Oles Worte würde niemand glauben, dass wir das noch einmal schaffen. Aber jetzt sagen wir: „ Ok, lass es uns tun!“ Dies ist wirklich eine großartige Weise, wie unsere Lehrer mit unseren Möglichkeiten arbeiten.

Ole: Ich bin froh darüber, dass ich Leute wie Caty habe, die mir praktisch helfen.

Caty: Das hab ich von dir gelernt. Wir kamen zu einigen Stellen, die in so einem schlimmen Zustand waren, dass kaum eine Wand stand. Ole kam und sagte: „ Was für eine wunderbare Stelle. Es ist so schön hier. Unglaublich, was ihr hier tun könnt.“ Ich fragte mich, worüber, er sprach. Jetzt, 15 Jahre später, komme ich an diese wunderbare Stelle, an der alle Wände stehen und alles gut funktioniert. Es ist schön: Leute kommen und gehen, arbeiten und meditieren. Er sieht einfach das Potenzial in uns, und überall. Ich wünsche mir, dass ihr alle das eines Tages fühlen könnt. Wir waren sehr wenige, die das mit unseren eigenen Augen gesehen haben.

Ole: Die Leute werden einfach verstehen, dass Häuser und Autos nicht glücklich werden,; das einzige, was glücklich wird, ist ihr Geist. Sie fangen dort an nach dem Glück zu suchen, wo es ist – im Geist, und nicht an allen möglichen Stellen, wo es nicht ist. Wenn sie nur das tun, ist es ein Schritt zur Reife. Es ist das, was unsere Arbeit möglich macht; immer mehr Menschen tun es, immer mehr finden ihre innere Kraft, immer mehr erkennen, dass sie nicht nur für sich selbst von Nutzen sein können – für eine Person – sondern dass sie für viele Menschen nützlich sein können. Diese Qualität ist wirklich eine Freude für mich. Als Lama und enger Freund bin ich beeindruckt, wenn ich Menschen sehe, die diese Grenze überwinden. So fühle ich mich: erstaunt, dass jemand etwas gelernt hat, das weise war.

Frage: Was würdest du unseren Zentren raten, die gerade mitten in der Bauphase sind, um das  Gleichgewicht zwischen der Unterstützung für das EC und ihren eigenen örtlichen Projekten halten zu können? Sollten sie sich auf das eine oder das andere konzentrieren?

Ole: Allgemein sagen wir immer 50 – 50, wenn sie das schaffen. Ein Fuß hier und ein Fuß dort. Aber natürlich liegt es überall an den Leuten und es hängt von der Nähe der eigenen Verbindung ab. Es sollte mit der Arbeit, die schon begonnen wurde, weitergemacht werden. Wir könnten Wien als Beispiel nehmen. Sie haben beschlossen, langsamer zu arbeiten, um so, beide Stellen unterstützen zu können. Sie werden den Rohbau zuerst machen, ohne zu sehr in die Feinarbeit zu gehen. Um diese wird man sich nach und nach kümmern, wenn dieses Stadium erreicht worden ist. Wir würden keine laufenden Projekte unterbrechen, nur um genug zu bekommen, um das EC fertig zu stellen. Auf der anderen Seite, wenn es Leute schaffen, dem EC den Vorrang zu geben, dann wird hinter allen unseren Projekten eine Menge an guter Energie stecken.

Caty: Es ist wichtig, dass man alles freiwillig und aus Überschuss heraus macht. Es gibt keine Steuer, die man an die Organisation bezahlen muss. Es ist sehr wichtig, dass man das nicht missversteht. Der Überschuss eines jeden ist individuell, und es ist wichtig, dass sich niemand komisch beim Geben fühlt. Natürlich ist es nützlich, einen Bezugspunkt zu haben. Deshalb sagt Ole 50 – 50. Aber es ist nicht so, dass man das muss; es ist keine Steuer. Wir wollen alles freudvoll halten. Wir wollen die Vision des EC vervollständigen, weil wir glauben, dass es der nächste Schritt für den Diamantweg ist, aber es sollte aus Überschuss heraus entstehen, wie alles was wir machen.

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Europe Center "ein lebendiges Herz für unsere Arbeit rund um die Welt" - Lama Ole Nydahl